Bozen

Tätigkeitsbericht 2014

Das Jahr 2014 wird uns mit seinen vielen Ereignissen sicherlich in positiver Erinnerung bleiben. Die größten und schönsten Höhepunkte waren:

  • Bozner Schützenball
  • Andeas Hofer Feiern in Bozen und Meran
  • Lokalaugenschein an der Südfront
  • Kulturfahrt nach Bad Neustadt
  • Verleihung der Verdienstmedaille in Innsbruck
  • Ausflug Achensee
  • 40 Jahre Lebende Krippe am Landeskrankenaus Bozen

 

2013 wurden 40 Jahre Bozner Schützenball gefeiert. 2014 war es der 41-zigste Ball der Bozner Schützen, der letzte verbliebene Ball in der Süd-Tiroler Landeshauptstadt.

Der Ball fand unter dem Ehrenschutz der Landesrätin Martha Stocker statt. Mit dem feierlichen traditionellem Einzug der Schützen in den Ballsaal wurde der Ball von der Ballkönigin Helga Roat gekonnt im Dreivierteltakt eröffnet.

Anstelle der „Carreras“ unterhielt heuer das „Dolomitenecho“ die Ballgäste bis in die Morgenstunden. Zusätzlich wurde den Ballgästen die Weinkost im Josefsaal, ein Discokeller und die Bar mit Kuchenecke geboten. Höhepunkte waren die Verlosung der Hauptpreise der Lotterie im Ballsaal, eine kurze Tortenversteigerung und die Mitternachtsweißwursteinlage.

Wie in den Vorjahren waren neben Boznerinnen und Bozner zahlreiche Schützen aus Nord-, Süd- und Welsch-Tirol treue Gäste des Balles.

Diesen Sonntags Vormittag fand, wie alljährlich, die Andreas-Hofer-Feier in Bozen statt. Die Schützenkompanie Bozen marschierte, verstärkt durch Schützen aus Gries, durch die Altstadt zum Kirchgang im Bozner Dom. Anschließend fand die Gedenkfeier vor dem Peter-Mayr-Denkmal statt.

Die Gedenkrede hielt heuer der Bozner Vizebürgermeister und Mitglied der Schützenkompanie Bozen, Klaus Ladinser. Anwesend war auch der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli.

Nachmittag war wieder eine stärkere Abordnung der Bozner Schützen bei der Landesgedenkfeier in Meran anwesend.

Der Grund dafür waren zwei Ehrungen von Mitgliedern der Schützenkompanie Bozen mit der Verdienstmedaille in Bronze durch den Süd-Tiroler Schützenbund:

Dies waren heuer die bisherige Marketenderin Sieglinde Lamprecht für ihre Funktion als Bundesmarketenderin beim Schützenbund und unser derzeitiger Oberjäger, vormaliger Zugleutnant und Fähnrich sowie langjähriger Schriftführer Robert Ogriseg für seinen unermüdlichen Einsatz.

1915-2015  – 100 Jahre Verrat von Italien an Österreich-Ungarn. Um für 2015 gerüstet zu sein, haben eine Abordnung der Kommandantschaft der Schützenkompanie Bozen als legitime Nachfolgerin des Bozner Standschützenbataillons einen ersten Lokalaugenschein in dem von den Boznern gehaltenen Frontabschnitt im ersten Weltkrieg am nördlichen Gardasee durchgeführt. Dieser erste Lokalaugenschein war für die Bozner Schützen wichtig um die vom Schützenbund geplanten Aktionen für 2015 vor Ort durchführen zu können.

Vor zwei Jahren wurde die 40-igjährige Partnerschaft mit der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Bad Neustadt an der Saale anlässlich des 550-jährigen Bestehens mit einem offiziellen Festakt und Umzug gefeiert. Um diese Partnerschaft zusätzlich zu vertiefen wurde diese Kulturfahrt angedacht um Bad Neustadt und Umgebung ohne offiziellen Verpflichtungen besser kennen zu lernen. Die Bad Neustädter Schützen haben für die Bozner Schützen ein anspruchsvolles Programm für diese Tage zusammengestellt.

Freitags morgen startete man mit einem Bus in Bozen und am Abend wurden die Bozner Schützen im Schützenheim mit einem Grillabend erwartet. Höhepunkt war das gemeinsam über Großbildschirm mitverfolgte Fußballspiel Deutschland-Frankreich, wobei im Anschluss der deutsche Sieg gemeinsam gefeiert werden konnte.

Am Samstag wurde der geschichtsträchtige Gedenkort der deutsch-deutschen Teilung bis 1989, der „Point Alpha“ mit Führung besichtigt. Abends auf der Rückfahrt über die Hochröhnstrasse ging es zum „Heiligen Berg der Röhn“, dem Kloster Kreuzberg mit seinem bekannten Klosterbier.

Am Sonntag konnte Erfurt, die Hauptstadt von Thüringen, besichtigt werden, wobei während der Stadtführung auf die nach der Wiedervereinigung durchgeführten umfassenden Renovierungen der Stadt hingewiesen wurde.

Ein gemeinsamer festlicher Abend im Schützenheim Schloss das Programm ab, wobei auch der Schießstand fleißig genutzt wurde.

Am Montag ging es dann die lange Strecke wieder zurück nach Bozen. Diese Tage werden den Bozner Schützen als fruchtbare gemeinsame Tage mit den Bad Neustädter Kameraden in Erinnerung bleiben.

Alle Jahre werden in Innsbruck an diesem Tag die Verdienstkreuze und Verdienstmedaillen des Landes Tirol an verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger Tirols von Kufstein bis Salurn übergeben. Heuer war für die Bozner Schützen ein besonderer Tag: der Bozner Ehrenoberleutnant Oskar Trenner wurde mit der Verdienstmedaille des Landes Tirols ausgezeichnet, und zwar mit der Begründung für seinen lebenslangen Einsatz für das Schützenwesen in Bozen. Marketenderinnen, Schützen und Freunde gratulieren dem Geehrten für seine verdiente Auszeichnung mit einem dreifachen Schützenheil.

Diesen Samstag organisierte die Schützenkompanie Bozen diesen Tagesausflug für Schützen, Marketenderinnen, Familienangehörige und Freunde. Am frühen Morgen startete der Bus nach Jenbach, dem Bahnhof mit den drei Spurbreiten: die ÖBB, die Zillertalbahn und eben die Achenseebahn. Mit dieser Zahnradbahn ging es hinauf zum Achensee. Von der Ortschaft Seespitz legte dann das Boot ab in Richtung Scholastika auf der anderen Seeseite. Dort wurde dann beim Fischerwirt ausgiebig Mittag gegessen und um drei Uhr fuhr das Schiff wieder ab nach Seespitz. Von dort startete der Bus dann wieder Richtung Bozen. Es war ein ganzer Tag voll Erlebnis und Spaß, dem das trübe Wetter keinen Abbruch tun konnte

Heuer war es das 40-ste Mal, daß die Bozner Schützen gemeinsam mit der Stadtkapelle Bozen und dem Krankenhausseelsorger mit der lebenden Krippe die Patienten und Mitarbeiter im Landeskrankenhaus erfreuten.

Bei ihrem Rundgang mit dem Krankenhausseelsorger Bruder Markus Kerschbaumer überbringen sie als lebende Krippe den Kranken, Angehörigen, Ärzten und Pflegepersonal die Weihnachtsglückwünsche.Als Dank für die 40-jährige Treue überreichte Bruder Markus den Schützen und der Stadtkapelle im Namen des Bischofs und des Seelsorgeamtsleiters eine Anerkennungsurkunde.

Die Schützenkompanie Bozen hat seine Partnerschaft mit der  Schützenkompanie Alter Schießstand Innsbruck O-Dorf im Norden Tirols (mit einer gemeinsamen Kommandatschaftssitzung im Monat August) und mit der Schützenkompanie Rofreit/Roveredo (gemeinsame Ehrensalve am Friedhof Puechbald) im Süden Tirols weiterhin  vertieft. Wir waren bei verschiedenen Veranstaltungen mit kleineren und größeren Abordnungen anwesend.

In Treue zu unserer Heimat und deren Geschichte, zu Sprache und Tradition, ist es Aufgabe der Kompanie in der Landeshauptstadt klare Zielsetzungen zu verfolgen, um unsere Eigenständigkeit zu unterstreichen und erhalten.                                                           Mit eindeutigen Worten gegen den Faschismus und die zahlreichen Relikte, (das sogenannte “Siegesdenkmal“ wurde  mit öffentlichen Geldern, von € 2.000.000,00 von Seiten des italienischen Staates fertig saniert und das „Mussolini-Relief“ ist immer noch sichtbar!) die in Bozen an diese, für unsere Heimat  so unselige Zeit erinnern, aber gleichzeitig auch als Mahnung an die Politik (wir warteten umsonst auf die Umsetzung des berühmten „Bondi – Briefes“), sich geschlossen für die Rechte unseres Volkstums einzusetzen.

Wir alle sollten einen Platz in unserer Heimat und Landeshauptstadt Bozen einnehmen   und um Mitglieder  für unsere Schützenkompanie werben.

Es lebe Tirol und Schützenheil

Hptm. Arthur Bacher

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